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JOTAPE.ES
Fördergerüst der Zeche Zollverein in Essen vor Wolkenhimmel
Espejo mit Burg zur blauen Stunde, Straße durch die Olivenhaine

DavidJiménezPérez

Jahrgang 1993, Essen. Der Nachname kommt aus Espejo. Vater von zwei Kindern, Unternehmer, Erzähler.

Maus bewegen: links Essen, rechts Espejo.

Wer ich bin

Ich habe Teller gespült, Beton geprüft, Häuser gebaut und alte Menschen in Holland betreut. Heute mache ich Öl aus dem Hain meiner Familie, Videos, die jeden Tag rausgehen, und Werkzeuge, die mir die Arbeit abnehmen. Nichts davon hängt an einem einzigen Tag. Das ist der Plan.

Zwei Länder, eine Halle in Essen, eine Ölmühle in Espejo. Dazwischen sitze ich.

Woher ich komme

Zwei Familien, zwei Länder, ein Esstisch. Die Fotos sind aus Espejo, Provinz Córdoba, vom Sommer 2026.

  • Zwei Menschen bei der Olivenernte unter einem alten Baum
    Ernte bei der Familie Varas. Die Stange heißt vara, daher der Name des Berufs.
  • Frau am Steinbogen mit Blick auf Espejo
    Meine Frau am Bogen über dem Dorf. Von hier sieht man die Burg und die Haine in einem Bild.
  • Weiße Häuser von Espejo durch Olivenlaub
    Espejo durchs Laub. Weiße Häuser, 3.000 Einwohner, auf jedem Hügel Oliven.
  • Rotes Fördergerüst der Zeche Zollverein, Essen
    Zollverein, Essen. Hier bin ich geboren, hier steht meine Halle.
  • Anhänger voller frisch geernteter Oliven mit Blättern
    Der Anhänger nach einem Erntetag. Alles, was drauf liegt, ist am Abend in der Mühle.
  • Olivenreihen bis zum Horizont
    Der Hain. Die Familie bewirtschaftet ihn seit 1889.

Die andalusische Seite

Die Jiménez kommen aus Espejo, einem weißen Dorf südlich von Córdoba. Olivenhaine seit 1889, eine Mühle im Ort, mein Vater Antonio hat dort gearbeitet, bevor das Öl in Flaschen ging. Die Ernte läuft noch heute mit der Stange und dem Netz, und wer mithilft, isst mittags mit am Tisch.

Die Seite aus dem Ruhrgebiet

Geboren und aufgewachsen in Essen. Zechen, Trinkhallen, Fußball auf Asche. Ich habe nur einen spanischen Pass, aber die Zunge ist aus dem Pott. Beides zusammen ergibt einen Menschen, der direkt redet und lange am Tisch sitzt.

Und heute

Meine Frau und ich haben zwei Kinder, die Deutsch und Spanisch durcheinander sprechen, so wie ich früher. Am Tisch steht das eigene Öl. Mit meinem Partner baue ich die Kanäle, mit dem Schwiegervater die Spielzeugautos. Familie ist bei uns kein Hintergrund, sie ist das Team.

Der Weg bis hier

Kein gerader Lebenslauf. Jede Station hat mir etwas gegeben, das ich heute brauche.

  1. 1993

    Essen, mit Sommern in Espejo

    Geboren im Ruhrgebiet, die Ferien im Dorf der Familie. Zwei Sprachen, zwei Küchen, zwei Arten zu feiern. Das hat sich nie wieder getrennt.

  2. Schulzeit

    Teller spülen, Regale füllen

    Erstes Geld als Tellerwäscher, danach Fachverkäufer im Baumarkt. Da lernt man, wie ein Betrieb von innen riecht, und dass die Leute an der Kasse mehr wissen als die im Büro.

  3. Ausbildung

    Restaurantfachmann

    Service, Küche, Gäste, die um 23 Uhr noch ein Dessert wollen. Seitdem weiß ich, wie man ein Produkt auf den Tisch bringt, damit es jemand haben will. Das Olivenöl lebt davon.

  4. Anfang zwanzig

    Callcenter und Baustofflabor

    Im Callcenter habe ich gelernt, in zwanzig Sekunden zu sagen, worum es geht. Als Baustoffprüfer habe ich Beton und Asphalt ins Labor gebracht und gemessen, ob das hält, was man draufschreibt. Beides nutze ich täglich.

  5. Büro

    Webdesign

    Erste Seiten für Kunden, erste Nächte vor dem Bildschirm. Dass ich heute meine Apps und Seiten selbst baue, fängt hier an.

  6. Holland

    Soziale Arbeit, Altenheim

    Studium der Sozialen Arbeit in den Niederlanden, dazu die Arbeit mit alten Menschen im Heim. Man sitzt am Bett und hört zu. Danach nimmt man niemanden mehr nur als Zielgruppe wahr.

  7. Bau

    Vom Bauarbeiter zum Hausflipper

    Erst auf dem Bau, dann eigene Häuser: kaufen, entkernen, selbst sanieren. Elektrik, Klima, Grundrisse, alles mit den eigenen Händen gezeichnet und gebaut. Architekt ohne Stempel, Handwerker mit Plan. Drei Häuser und eine Halle sind so entstanden.

  8. Familie

    Meine Frau und die Kinder

    Zwei Kinder, zwei Sprachen am Frühstückstisch. Seitdem baue ich nichts mehr, das nur mir gehört. Alles soll bleiben können, wenn ich mal nicht da bin.

  9. 2026

    Das Jahr, in dem alles zusammenkam

    Feinkost Jiménez neu aufgestellt, Casa Marco Aurelio gestartet, ein Festivalfilm in einer Woche gedreht, ein eigenes Content-System gebaut, das jeden Tag ohne mich läuft. Und mit meinem Partner drei Kanäle angelegt. Die KI ist dabei mein Produzent, nicht mein Chef.

  10. Heute

    Essen und Espejo

    Die Halle in Essen ist Studio, Werkstatt und Lager. Die Mühle in Espejo füllt das Öl ab. Dazwischen pendelt der Kopf, manchmal auch der Körper.

Was ich baue

Jede Zeile ist ein eigenes Gewerbe oder Projekt. Maus drauf, dann siehst du, wie es aussieht.

Was gerade ruht: Tom Turbo, Spielzeugautos mit meinem Schwiegervater, und Die Flüsterlaterne, Gutenachtfilme. Beide kommen wieder, wenn die Zeit da ist.

Ein Film von Los Jiménez, 2026

1990. Sie wacht um 7:13 aus einem Traum auf, in dem das Universum endet. Jede Nacht geht der Traum ein Stück weiter. Zwei Seelen, drei Zeiten, eine Rückkehr.

Sechs Minuten, sieben Akte, drei Welten: 1990 auf 35 Millimeter, die Träume in Cinemascope, der Schluss digital. Meine Frau und ich haben den Film in einer Woche komplett neu gebaut, jedes Bild und jeder Ton aus der KI, geschnitten am Küchentisch. Eingereicht beim Higgsfield Global Film Festival im September 2026.

Film ansehen, 6:07

Die Kanäle

Drei davon baue ich mit meinem Partner, jeden Tag ein kurzes und ein mittleres Video, drei lange pro Woche. Casa Marco Aurelio ist meins allein.

  • Dach 1, mit meinem Partner

    Kettenwirkung

    Eine Nachricht, deine Kette.

    Weltnachrichten, Finanzen, KI. Was heute passiert und was es morgen mit deinem Einkauf macht.

  • Dach 2, mit meinem Partner

    Formfrage

    Erst Technik, dann Tempo.

    Gesundheit, Fitness, Alltag. Fragen, die jeder Körper irgendwann stellt, ohne Heilsversprechen.

  • Dach 3, mit meinem Partner

    Nachtfrage

    Für die Stunde, in der man noch wach liegt.

    Wissenschaft, Geschichte, Geschichten zum Einschlafen. Ruhig erzählt, ohne Hast.

  • Mein eigener

    Casa Marco Aurelio

    Große Gedanken brauchen keinen Lärm.

    Marc Aurel, Seneca, Evangelien, Fabeln. Ein Gedanke pro Video, jeden Tag, seit Juli 2026.

Was man mit mir machen kann

Espejo mit Burg über den Dächern

Wohin das führen soll

Ein Haus in Espejo, aus dem jeden Tag etwas rausgeht: Öl, Videos, Ideen. Und Kinder, die in beiden Ländern zu Hause sind.

  1. Dezember 2026: die erste Palette Feinkost Jiménez, 2.400 Flaschen, nummeriert.
  2. November 2026: Kettenwirkung, Formfrage und Nachtfrage senden täglich. Fonsli geht an den Start.
  3. Januar 2027: Photolea auf der Hochzeitsmesse in Essen, die erste Firmenfeier mit Gästekamera.
  4. Dann Espejo. Das Haus fertig machen, die Mühle vor der Tür, der Umzug, wenn die Zeit stimmt.

Schreib mir

david@jotape.es

Auf Deutsch, Spanisch oder Englisch. Ich antworte selbst, nicht sofort, aber bestimmt.